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Vor welche Herausforderungen stellt uns der Klimawandel?

Von "Energie und Klimaschutz"

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Der Klimawandel ist in aller Munde und zeigt sich immer häufiger in extremen Wetterphänomenen. Häufig wird der Klimawandel global betrachtet und diskutiert, aber vor welche Herausforderungen stellt uns der Klimawandel im Fichtelgebirge?

Wo müssen wir uns noch stärker auf den Klimawandel hier vor Ort einstellen? Was ist Deine Meinung?

Kommentare(11)

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Ich finde die Wiesenpflege mit Schafen in Selb super. Und nachahmenswert! Meine suche nach einem Biohotel war erfolglos. Haben wir welche?
    Wir denken über große Herausforderungen des Klimawandels nach und übersehen dass wichtige Gesetze wie die Bayrische Bauordnung nicht vollzogen werden. Nach Art. 7 BayBO sind nicht überbaute Flächen zu begrünen und mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen. So haben selbst Gemeinden Schotterflächen vor ihren Rathäusern und Schulen.
      Profil von Regina Thiem
      Gepostet von:Regina Thiem
      vor 6 Jahren
      Die mehrmals erwähnte Trinkwasserspeicherung scheint auch mir ein bisher vernachlässigter Aspekt des vorrausschauenden Umwelt-und Menschenschutzes zu sein. Auf Gemeinde- und Landkreisebene muss dringend über geeignete Maßnahmen zur Sicherung unserer landwirtschaftlichen Versorgung in den nächsten Generationen nachgedacht werden. Wie die letzten Jahre zeigen, ist nicht einmal unser Fichtelgebirge vor extremer Trockenheit geschützt. Dies ist für die Landwirtschaft wesentlich gefährlicher als alle Umweltauflagen zusammen!
      • 1 gefällt mir
      Wir im Fichtelgebirge leben mit der Natur, teilweise von der Natur (Landwirtschaft, Tourismus, etc.). Unser Fichtelgebirge wäre nichts ohne sie. Deshalb muss sie eins unserer schützenswertesten Güter sein. Mit dem nun von (fast) allen wahrnehmbaren Klimawandel haben wir JETZT die Möglichkeit für den Umweltschutz auf breiter Front mobil zu machen! Klimaschutz ist hipp (da gibt es jetzt sicherlich ein moderneres Wort dafür). Damit meine ich übrigens nicht, weitere Demonstrationen zu organisieren, sondern die Themen in den Lebensalltag jedes einzelnen zu bringen. Wichtig wäre für mich besonders die Umweltbildung in Kindergärten und Schulen, aber auch vor Einkaufsmärkten, in Ausflugsgaststätten, etc. eben dort wo man Menschen erreicht. Haben wir schon, gibt es schon - ich weiß! Kann aber nie genug oder nie kreativ genug sein! Was mir noch am Herzen liegt: Bei Diskussionen um Klimawandel und andere "grüne Themen" werden immer schnell Schuldige gefunden oder dass jemand zwar Müll trennt, aber trotzdem in den Urlaub fliegt, usw. Hier würde ich mir mehr Verständnis und Diskussion auf Augenhöhe wünschen. Vielleicht kann man gemeinsam bessere Verbesserungsansätze finden als wenn man nur mit dem Finger auf andere zeigt. Ich finde ein bisschen Einsatz für unsere Umwelt ist immerhin besser als gar keiner! Und vielleicht lernt man ja immer mehr dazu.
      • 3 gefällt mir
      Ich begrüße sie Einführung der gelben Tonne sehr, denn bei der privaten Mülltrennung geht es schon los. Was mir persönlich jeden Morgen negativ auffällt sind die ganzen Elterntaxen, die ihre Kinder einzeln und am besten direkt bis in die Schule reinfahren. Ansatz hier wäre ein Ausbau des ÖPNV und die Konstefreiheit des Schulweges für Alle Schülerinnen und Schüler, schon ab dem ersten Kilometer.
      • 3 gefällt mir
      Profil von Liane Bauer
      Gepostet von:Liane Bauer
      vor 6 Jahren
      In Edinburgh gibt es inzwischen eine ganze handvoll Laeden die komplett Verpackungsfrei (nicht nur Plastikfrei) verkaufen. Inklusive Produkte ohne Palmoel etc. Ich bin mir sicher das gibt es auch hier schon nur kenn ich mich hier nicht mehr so gut aus. Auf jeden Fallen sollten diese Geschaefte gefoerdert werden das sie der Allgemeinheit Muell ersparen. Groessmaerkte sollten ihre Verpackung wieder zuruecknehmen muessen und fuer die Entsorgung zur Kasse gebeten werden. Dazu gibt's inzwischen auch Versuche in UK. Aber das koennen wir mit Sicherheit besser!
      • 3 gefällt mir
      Für Umweltschutz wäre es sinnvoll, die Leute zu animieren, ihren Müll zum Wertstoffhof zu bringen, da er dort besser getrennt werden kann. Dies kann man mMn erreichen, wenn man für die Restmülltonne mehr Zwischengrößen einführt oder den Müll der Haushalte wiegt und daraus den Preis berechnet. Beides hätte die Folge, dass Haushalte, die auf Müllvermeidung achten, einen Bonus im Geldbeutel spüren.
      • 4 gefällt mir
      Hallo, Klimaschutz beginnt bei jedem einzelnen Bürger. Das hat sich der Wunsiedler Kreistag auch gedacht und am 18.05.2020 die Chance verpasst einen Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz zu bilden. So funktioniert Symbolpolitik!
      • 1 gefällt mir
      Liebes Team von „Smartes Fichtelgebirge, liebe alle, der Klimawandel wird auch bei uns im Fichtelgebirge in den kommenden Jahrzehnten ein zentrales Thema sein. Nach Prognosen der Klimaforschung werden wir wahrscheinlich folgende Veränderungen erleben: - Unsere Sommer werden voraussichtlich länger sein und mit einer stärkeren Tendenz zu Sommerhitze und Trockenheit. - Unsere Winter werden tendenziell kürzer und milder sein, und es wird mehr Regen statt Schnee geben. - Bei den Niederschlägen werden Extremereignisse (sehr viel Regen auf einmal, Überschwemmungen, Gewitter, Hagel, …) wahrscheinlich häufiger sein. - Allgemein werden Wetterextreme (Trockenheit, Hitze, viel Regen auf einmal, auch ggf. mal extreme Kälte, Stürme, Hagel, …) häufiger auftreten. In rund 30 Jahren werden wir in Deutschland voraussichtlich ein ähnliches Klima haben wie es heute in Norditalien und Südfrankreich vorherrscht – doch bei uns im Fichtelgebirge im Vergleich zum Rest Deutschlands wohl immer noch etwas kühler, weil unsere Region ja relativ hoch liegt. Unsere Selb-Wunsiedler Hochfläche (bzw. der „Naturraum Inneres Fichtelgebirge“) liegt ja relativ hoch über dem Meeresspiegel (Selb z. B. ca. 560 Meter), und die größeren Berge unseres „Fichtelgebirgs-Hufeisens“ sind ca. 800 bis über 1.000 Meter hoch. Möglicherweise werden wir im Landkreis Wunsiedel in Zukunft auch „nur“ ein Klima haben, wie es heute in wärmeren deutschen Weinbauregionen (Unterfranken, Rheinland, Raum Freiburg, …) vorherrscht. Vor allem die zukünftige Sommerhitze und die Trockenheit (besonders im Sommer, oft auch im Frühjahr und Herbst) werden wohl die größten Herausforderungen für uns und unsere Natur sein. Dazu kommt, dass viele unserer Böden (Ausgangsgestein: Granit) ja relativ leicht sind und nur begrenzt Wasser speichern können. Wir sollten deren Humusgehalt erhöhen, denn Humus speichert Wasser, Mineralstoffe und auch CO2. Von der Land- und Forstwirtschaft und von Tourismuskonzepten in Weinbauregionen und in Südeuropa können wir viel Wichtiges für unsere Zukunft lernen. Wir werden bald Vieles davon übernehmen, zum Beispiel bestimmte wärmeliebende Pflanzenarten und die dortigen Anbau- und Bewässerungstechniken. Die dort wachsenden Bäume und Sträucher sind wegen der Trockenheit tendenziell etwas niedriger und stehen weiter auseinander. Idealerweise sollten wir hierbei Kooperationen eingehen, z. B. in Form von Fach-Tagungen, Schüleraustauschen, Arbeitseinsätzen in der Natur, Städtepartnerschaften u. ä., um voneinander zu lernen. Wenn wir bei unseren zukünftigen Urlauben in Weinbaugebieten und südeuropäischen Regionen bei Wanderungen und Ausflügen in die Natur die Freizeit und den blauen Himmel genießen, ist es sinnvoll und sehr interessant, wenn wir uns hierbei auch die dortige Vegetation und die dortige Land- und Forstwirtschaft genauer ansehen, denn wir werden Vieles davon bald auch hier bei uns haben bzw. einführen. Wir werden in Zukunft mehr als bisher auf eine gute Trinkwasserversorgung achten müssen, zumal ja auch unsere Landwirtschaft und viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer bald ihre Flächen im Sommer zusätzlich bewässern möchten. Wir alle sollten unser gesamtes Wassermanagement verbessern und optimieren, und Wasser mehr als bisher sparen und effizienter nutzen. Wir sollten schon jetzt zusätzliche Wasserspeicher an mehreren Stellen errichten, in denen wir Regenwasser auffangen und bei Bedarf nutzen können. Unsere Bäche und Flüsse sollten wir renaturieren und entwässerte vormalige Sumpf- und Moorflächen wiedervernässen. So schaffen wir wertvollen neuen Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten und können zusätzliches Wasser und dazu noch CO2 (in Moorflächen) speichern. Naturschutzverbände, Landwirtinnen und Landwirte und Privatpersonen, die sich hierbei sinnvoll betätigen, sollten wir mehr als bisher logistisch und finanziell unterstützen. Unsere Wälder, die zurzeit zum Großteil Monokulturen mit kälteverträglichen, aber wasserbedürftigen Fichten sind, werden sich zu stabileren Mischwäldern mit trockenheitsverträglicheren Laubbaumarten entwickeln – idealerweise zu ökologisch wertvollen „Plenterwäldern“ mit vielen verschiedenen Baumarten in verschiedenen Altersstufen. Für die Übergangszeit der kommenden 15-30 Jahre sollte der Landkreis Wunsiedel unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer und unsere Landwirtschaft beratend und finanziell unterstützen, bis wir wieder stabile Wälder und Landbewirtschaftungssysteme haben werden.
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      @Matthias Henneberger danke für den umfassenden und guten Kommentar! Zwei Anmerkungen: Private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer können sich schon heute (seit Jahren) kostenlos, fundiert und sehr umfangreich beim Amt für Landwirtschaft und Forsten weiterbilden. Hier wird schon seit Jahren für einen -nachhaltigen- Umbau der Wälder geworben. Vielleicht wäre eine engere Kooperation / Vernetzung zum Landkreis möglich bzw. zumindest ein aktives Weiterweisen zum Amt denkbar. Das Thema Wasserknappheit ist schon heute real spürbar: Hausbrunnen versiegen im Sommer, der Ortsbrunnen sprudelt schon im Frühjahr nicht mehr so stark wie gewohnt, ehemals als feuchte Wiesen bekannte Grünflächen sind knochenhart. Auch auf diesem Gebiet wünsche ich mir fundierte Weiterbildungsangebote - für Landwirte und Grundstücksbesitzer. Bewässern ja, aber richtig. Israel hat da schon Jahrzehntelange Erfahrung. Tröpfchenbewässerung, direkt an der Pflanze und dass nur kurze Zeit am Tag z.B.. Ich bilde mir ein, einen Radiobeitrag genau zu einer Initiative in diese Richtung aus der Region gehört zu haben, habe für diesen Kommentar nochmal gesucht aber leider nichts gefunden. Würde mich freuen, wenn der Landkreis mit unseren Wasserversorgern in diese Richtung aktiv werden könnte.
      • 3 gefällt mir
      Profil von Liane Bauer
      Gepostet von:Liane Bauer
      vor 6 Jahren
      @Birgit Schricker-Stauß @Matthias Henneberger Ich stimme Ihnen beiden im Grunde zu. Ich denke Trockenheit, Bodenverarmung und Waldumbau sind die grossen Themen. Es gibt viel das gemacht werden von Flussrenaturierungen, ueber Entfernung von eingebauten Drainagen in die Felder. Bewaesserung von Gaerten (ausser von Gemuesegaerten zur Eigenversorgungen) sollte nicht mehr stattfinden (meiner Meinung nach). Felder und Waelder brauchen das Wasser wesentlich mehr. Las Vegas sinkt jedes Jahr weiter ab weil das tiefe Grundwasser schon so sehr abgesunken ist. Nun sind wir nicht in Las Vegas das ist mir klar, aber Wasser wird ueberall wichtiger. Die Landwirte muessen unterstuetzt werden aber auch mitarbeiten. Es gibt uralte Methoden von Agrarforsten die den Oberboden schuetzen und die Bodenwasserspeicherfaehigkeit erhoehen, aber natuerlich wird sich der Vertrag verringern. Baum und Straeucher sorten koennen nicht so einfach mit resistenteren Formen ersetzt werden - obwohl viele Staedte inzwischen genau dies tun und ihren Baumbestand mit sogenannten Klimabaeumen aus der Balkanregion aufffuellen. Allerdings wohne ich momentan in Schottland (komme aber aus dem Fichtelgebirge). Hier (in Schottland) wurde vor 400 Jahren der Feldahorn eingefuehrt, der auch ueberall wunderbar gedeiht - nur hat sich das Wildleben um ihn herum auch nach 400 Jahren noch nicht angepasst. Er nachweislich die Baumart die die wenigsten Flechten, Kaefer, Lebewesen unterstuetzt. Natuerlich muessen wir unsere Vegetation anpassen aber wir duerfen nicht vergessen das ein ganzes Oekosystem das sich ueber Jahrtausensde entwickelt hat mit dranhaengt und es muss mit Bedacht gehandelt werden
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