Was brauchen unsere Kinder um ein "Digital Hero" zu werden?
Von "Bildung"
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Digitale Bildungsangebote spielen für uns nicht nur im schulischen Alltag eine große Rolle. Wir wollen insbesondere unseren Kinder und Jugendlichen weiterführende Angebote an die Hand geben, damit sie sich sicher in der digitalen Welt bewegen können.
Was brauchen unsere Kinder und Jugendlichen um ein "Digital Hero" zu werden? Welche Aspekte sind Dir besonders im Umgang mit digitalen Medien wichtig? Welche Aspekte sollten der Jugend vermittelt werden? Was können wir dafür außerhalb der Schule tun?
Kommentare(11)
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Profil von Dieter Küspert
Gepostet von:Dieter Küspert
vor 6 Jahren
Wenn wir (in Europa, in Deutschland) in Zukunft global noch irgendwie mitspielen wollen, müssen wir digital definitiv „einen Zahn zulegen“ – sonst sehen wir nur noch die digitalen Rücklichter von USA und China.
Die Corona-Krise hat uns schon mal einen kurzen Vorgeschmack geliefert, wie wichtig funktionierende digitale Infrastrukturen und Geschäftsmodelle sind - und das betrifft wirklich alles: Von der Schule bis zum Unternehmen – egal ob Wirtshaus oder Automobilzulieferer.
Solides informationstechnisches Wissen ist mittlerweile so wichtig wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Ohne geht’s nicht. (Meine Meinung: Wer eine Fremdsprache lernt, sollte auch eine Programmiersprache lernen.)
Digitalisierung beginnt im Kopf – bei unserer Grundeinstellung dazu: Digitalisierung ist in erster Linie eine Chance (und keine Bedrohung). Digitalisierung ist interessant.
Digitalisierung macht Spaß.
Digitalisierung ist praktisch verwertbar.
Was brauchen unsere Kinder um ein "Digital Hero" zu werden? Einige Vorschläge:
• Offene positive Grundeinstellung von Eltern und Lehrern (Fördern statt Bremsen)
• … und wenn die die Schüler mehr wissen wie die Lehrer, muss man die Rollen halt mal umdrehen
• Spielerische Heranführung an die Programmierung mit dem Calliope mini (https://calliope.cc/) ab 8 Jahren
• Mit dem Bayernlab in Wunsiedel (https://www.ldbv.bayern.de/digitalisierung/bayernlab/101.html ) haben wir eine hervorragende Möglichkeit, um digitales Wissen an die Frau / an den Mann zu bringen – ob groß oder klein. Das ist ausbaufähig – speziell im Bereich der IT-Bildung von Kindern und Jugendlichen
• Mit dem neuen Gründerzentrum Einstein1 (https://www.einstein1.net/ ) im Nachbarlandkreis Hof haben wir zudem ein exzellentes Instrument, um IT-Startups auf die Beine zu helfen und eine zukunftsfähige Gründerkultur zu etablieren. Hier könnte ich mir vorstellen, dass man Informationsveranstaltungen für Schüler oder sogar Meetings mit den Startup-Gründern organisiert, um „digitale Begeisterung mit echtem Realitätsbezug“ zu wecken
• Lernen von Ländern wie Estland, welche die Digitalisierung viel besser hinbekommen (haben) wie Deutschland (https://www.deutschlandfunk.de/it-unterricht-in-estland-programmieren-schon-in-der.680.de.html?dram:article_id=442863 )
Eigentlich fällt mir noch viel mehr ein …
Profil von Dr. Laura Krainz-Leupoldt
Gepostet von:Dr. Laura Krainz-Leupoldt
vor 6 Jahren
Ist das wirklich wünschenswert?
Profil von Sabine Bachstein
Gepostet von:Sabine Bachstein
vor 6 Jahren
Hallo Barbara,
gerne nehme ich den Aspekt "Bildung sorgsam in die Hand nehmen“, dass wir hier im Fichtelgebirge einen Juwel haben und welche Möglichkeiten der Umsetzung möglich wären.
Das Thema ist sensibel, da es ja unsere Kinder betrifft und die meisten Eltern das beste für ihre Kinder möchten. Im Fichtelgebirge haben wir einen wahren Schatz, um Kindern ein wirkliches Fundament zu geben (siehe meine Ausführungen), um darauf sachte, im schulischen Kontext, den Umgang mit den digitalen Medien aufzubauen. Hier braucht es Fachpersonal (siehe auch die Ausführungen von Frau / Herr Mel.N.) in allen Richtungen. Es wird nicht reichen, ein paar Stunden im Unterricht einzubauen. Hier braucht es einen komplett neuen Denkansatz und Kreativität in der Umsetzung. Da hätte ich schon einige Ideen dazu, die - wenn hier wirklich Landrat, Unternehmen, Eltern, Pädagogen und kreative Idealisten … - an einem Strang ziehen, durchaus umzusetzen wären. (Dazu braucht es eine Initiative von Menschen, die es wollen…!!!)
Die Bildung der Schüler bleibt ja nicht stehen und sollte nach dem Abschluss der Schule im Fichtelgebirge nicht beendet sein. Es muss im Interesse aller liegen, dass möglichst viele junge Menschen hier bleiben, oder sogar „neue“ her kommen, anstatt zu zusehen, wie die sog. „high potentials“ sich von hier verabschieden und sehr oft nicht mehr zurück kommen. Deshalb kann durchaus weitergedacht werden und eine Hochschulbildung, die sich z. B. der Verknüpfung Pädagogik, Natur und digitalen Medien forschend widmet oder Umwelttechnologien etc., Handwerk mit Studium verbinden etc…
Ich sehe es als notwendig hier in der Region Zeichen zu setzen und Kinder zu eigenständigen, mitfühlenden, kreativen Menschen zu erziehen. Auch wenn wir vielleicht lieber Ja-Sager und Tablet-User hätten, die uns auf unserem bequemen Sofa sitzen lassen oder nichts zu unseren Taten sagen. Aber:… ein Held geht ja nicht unbedingt den bequemen Weg… er setzt Zeichen für die Zukunft.
Profil von Mel. N.
Gepostet von:Mel. N.
vor 6 Jahren
Kinder kommen heutzutage zwangsweise mit digitalen Medien frühzeitig in Kontakt. Ob man das als Eltern möchte oder nicht spielt nur eine nachrangige Rolle. Auch sind viele Eltern selbst nicht immer auf dem aktuellen Stand der digitalen Entwicklung. Wichtig ist es daher, den Kindern auch schon frühzeitig den Umgang mit digitalen Medien und sozialen Netzwerken beizubringen. Natürlich altersgerecht und in ausgewogenem Maße. Vielen Schulen fehlt allerdings die notwendige Infrastruktur und/oder das nötige Fachpersonal.
- Es wäre im ersten Schritt wichtig, dass Lehrer ausreichend und regelmäßig (!) geschult werden um den Kindern die Chancen aber auch Gefahren der digitalen Welt näher zu bringen. (Das kann von den Themen "Recherchieren im Internet/Identifkation von Fake News" bis hin zu "Viren, Spamemails etc." und "Schutz vor Cybermobbing" alles mögliche umfassen.) Dies sollte einen festen Platz im Stundenplan erhalten.
- Grundkenntnisse von gängigen Office-Programmen sind oft berufsqualifizierend und sollten zumindest beim Abitur eine Rolle im Lehrplan spielen.
- Digitale spielerische Lernprogramme können die Motivation für ein bestimmtes Fach steigern und die Eigenarbeit fördern. Optimal sind hier Lernprogramme die sich nah am Lehrplan orientieren. Solche sind aber meines Wissens bisher nur eingeschränkt verfügbar.
- Ausreichend Schulcomputer/-Tablets müssten zur Verüfgung gestellt werden, damit auch Kinder ohne Rechner im familiären Haushalt Zugang zu digitalen Medien erhalten. Zum einen für den "Digital"-Unterricht, zum anderen zum Ausführen von schulrelevanten Recherchen und Hausaufgaben, die eines Rechners bedürfen.
Profil von Reschke Martin
Gepostet von:Reschke Martin
vor 6 Jahren
@Mel. N. Ich stimme voll und ganz zu und möchte noch ein paar Gedanken ergänzen:
Medienkompetenz in all seinen Facetten (bewusste schulische, berufliche und private Nutzung moderner Medien und Geräte; Sicherheit und Datenschutz; digitale Etikette; Hatespeech; Cybermobbing usw.) sollte nicht nur Kindern/Jugendlichen kompetent, interessant, verständlich und umfangreich vermittelt werden, sondern auch Eltern, Lehrer_innen und Fachkräften, die mit/für Kinder/Jugendliche arbeiten. Die Angebote zum Erlangen von Medienkompetenzen sollten daher breit gefächert, flächendeckend und zielgruppenorientiert konzipiert und angeboten werden.
Profil von Sabine Bachstein
Gepostet von:Sabine Bachstein
vor 6 Jahren
Die Grundvoraussetzung, um ein „Digital-Hero“ zu werden ist es ganz bei Sinnen oder besser ganz in den Sinnen zu sein. Das heisst die Welt um sich herum immer wieder zu erfahren und zu begreifen. Menschen die bedeutende Computertechnologien auf den Markt gebracht haben, saßen selbst als Kinder kaum bis gar nicht vor dem Bildschirm und sind noch natürlich aufgewachsen. Sie haben sogar ihren eigenen Kindern den Zugang bis ca. zum 14. Lebensjahr verwehrt. Das sollte zu denken geben. *
Einem Kind in seiner Entwicklung von Anfang an Möglichkeiten zu schenken, die Welt um sich herum zu be-greifen, in die Welt mit allen Sinnen hineinzuwachsen und vielfältige Erfahrungen zu machen, ist das beste Fundament für jegliche ziel- und sinnvolle Mediennutzung. Kreativität entwickelt sich nicht vor einem Bildschirm, sondern in wechselseitigen Beziehungen zu Mensch, Natur und Tier. Eine besondere Bedeutung hat das live gesprochene Wort und die Wechselbeziehungen zwischen den Kindern, ihren Eltern und Bezugspersonen für eine gesunde Entwicklung. Das kann kein technisches Gerät ersetzen.
Kreativität entwickelt sich eben nicht vor dem Bildschirm. Die technischen Errungenschaften (hier Computer) sind das letzte Glied in einer Entwicklungskette gewesen. Als Erleichterung von Arbeitsprozessen. (von der Handwäsche im Fluss zur Waschmaschine, von der Keilschrift zur Computerschrift, vom Fußgänger zur Rakete etc.).
Kinder durchlaufen ebenso Entwicklungsprozesse. Sie sofort mit einem fertigen User-Produkt zu konfrontieren, macht passive Menschen, aber keine aktiven Menschen, die bereit sind Nüsse zu knacken! Wohl auch kaum Menschen, die sich selbständig am PC Lösungen überlegen und hinter die reine Userplattform blicken möchten.
Fichtelgebirge - Freiraum für Macher! Ein Macher ist ein Mensch der mit seinen Ideen im regen Kontakt ist, der sie fühlen kann, der beherzt an seine Idee glaubt und Kraft und Kondition im Leib und Geist hat, (auch ganz körperlich!) sie ins Leben zu bringen und am Leben zu halten.
Sie zu „nähren“ und immer wieder neu ansetzt, neue Lösungen findet (natürlich nicht nur eine, sondern viele - je nach Grad der Kreativität).
Um dahin zu kommen, braucht es eine Schule, eine Bildungseinrichtung, die kulturelle neue Errungenschaften (wie eben die Computer- und Informationstechnologie) mit ganz natürlichen Quellen der Bildung verbindet. In einen rhythmischen Schwung bringt. Hier ist es aber notwendig,
Natur- und Umweltbildung, Tierpflege mit Verantwortung, musikalische und künstlerische Bildung, Erlernen von alten Handwerken (regional angepasst), körperliche Herausforderungen (z. B. straffe Wanderungen, Gartenarbeit, schwimmen in Naturseen etc.) mit schulischer Bildung zu verbinden. Das Fichtelgebirge bietet hier ein geniales Umfeld.
Weg von der „Schule am Vormittag“ und dann am Nachmittag irgendwas, sondern eine Schule die eine Ganztagsschule ist, und z. B. Computerlernen hineinwebt in einen Teppich von sinnreichem Lernen. Die flexibel reagieren muss auf Krisen, wie uns ja momentan in Zeiten von Covid19 deutlich geworden ist.
Dazu mehr unter der Rubrik : Bildungsangebote und Hochschulbildung
*https://www.businessinsider.de/karriere/bewerbung/steve-jobs-bill-gates-kinder-erziehung-2017-10/
Profil von Barbara Rößler
Gepostet von:Barbara Rößler
vor 6 Jahren
@Sabine Bachstein Hallo Sabine. Super! Ich verkürze das mal, es ist nämlich mächtig viel im Umfang: Wir brauchen Kinder, die Persönlichkeiten werden/sind. Das Problem ist nur, wie will das "öffentlich" geleistet werden. Alles ist freiwillig, die Eltern haben überall die letzte Entscheidungsgewalt, aber keine Verantwortung. Sorry, das ist vielleicht etwas negativ und ungerecht ...... Positiv gesehen haben wir im Fichtelgebirge eine super Chance: "noch" keine zu starke Übersiedlung, viel Möglichkeiten zur freien Entfaltung, keine verkrusteten Strukturen, wenn jetzt der Aspekt Bildung sorgsam in die Hand genommen wird (keine Ahnung wie), können wir hier ein Juwel haben.
Profil von Florian Wunderlich
Gepostet von:Florian Wunderlich
vor 6 Jahren
Die Schüler sollten im schulischen Kontext nicht immer alles vorgekaut bekommen. Man sollte ihnen weniger beibringen, wie ein Programm funktioniert, sondern mehr, wie man sich selbst in etwas einarbeitet. Ich habe Schüler erlebt, die in Powerpoint zwar Animationen einbauen, aber keinen Kreis einfügen konnten, weil "ihnen das ja nie einer gezeigt hat". Daher brauchen die Schüler eher eine Anleitung für das Erlernen von Programmen und so komisch es klingt auch eine Anleitung wie Suchmaschinen, wie Google, zu verwenden sind. Es lässt sich für fasst alle IT-Probleme ein Lösung mit Suchmaschinen finden, aber die wenigsten wissen wie!
Profil von Smartes Fichtelgebirge
Gepostet von:Smartes Fichtelgebirge
vor 6 Jahren
@Florian Wunderlich danke für Deine Einblicke!
Profil von Sebastian Lippert
Gepostet von:Sebastian Lippert
vor 6 Jahren
Noch mehr Angebote vom BayernLab Wunsiedel! Die Jungs und Mädels sind am Puls der technischen Entwicklung und machen gern Kurse mit / für Schüler.
Profil von Smartes Fichtelgebirge
Gepostet von:Smartes Fichtelgebirge
vor 6 Jahren
@Sebastian Lippert tolle Idee! Das nehmen wir gerne auf.
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