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Welche Herausforderungen bestehen in der Anwerbung von Fachkräften?

Von "Wirtschaft"

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Auch der digitale Wandel erhöht den Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften. Lebenslanges Lernen, um mit dem technischen Wandel Schritt zu halten, wird immer wichtiger. Welche Herausforderungen siehst Du in diesem Bereich?

Welche Herausforderungen siehst Du bei der Ausbildung von Fachkräften, oder auch der Anwerbung von Fachkräften in die Region? Lass es uns wissen, in den Kommentaren.

Kommentare(20)

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Profil von Ulrich Horn
Gepostet von:Ulrich Horn
vor 6 Jahren
Ich stelle mir eine Liste leerstehender Gebäude in der Region Fichtelgebirge vor. Eventuell gibt es sowas bereits? Das wird doch vom Heimatministerium gefördert! Wenn Interessierte in solch einer Liste stöbern könnten - wer weiß, was sich da für Ideen entwickeln würden ...
    Profil von Ulrich Horn
    Gepostet von:Ulrich Horn
    vor 6 Jahren
    Viele Strukturen des Fichtelgebirges sind kleinteilig. Dennoch liegt es nun mitten im wiedervereinten Deutschland, ja in der Mitte Europas. Ein guter Standort für Menschen, welche offen für Neues sind. Ich würde es begrüßen, wenn man die Ansiedelung spezialisierter Manufakturbetriebe (z.B. Medizintechnik, Sportgerätebau, etc.) gezielt bewerben würde. Solche Betriebe sind oft innovativ und haben vielleicht zwischen 10 und 120 Mitarbeitern. So wird das Fichtelgebirge weniger anfällig bei Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Sie arbeiten meist ressourcenschonend und nachhaltig. Junge innovative Betriebe beschäftigen auch gut ausgebildete Frauen und und junge Menschen. Es gibt hier leerstehende Gebäude und Hallen. Der Baugrund für einen Neubau ist günstiger, als in den Ballungsräumen. Für junge moderne Familien kann das Fichtelgebirge mit seinem Freizeitangebot so noch zu einem attraktiven Arbeitsplatz werden.
    • 1 gefällt mir
    Profil von Angela Gronau
    Gepostet von:Angela Gronau
    vor 6 Jahren
    Für den Zuzug von jungen Familien werden als erstes qualifizierte Arbeitsplätze gebraucht. Dann natürlich Wohnraum, Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten. Das alles hätten wir im großen und ganzen schon in Marktredwitz. Im Rest des Landkreises (bis auf Selb) schaut es da schlecht aus. Deshalb auch die ältere Altersstruktur. In Marktredwitz haben wir auch den einzigen funktionierenden Bahnverkehr.
    • 1 gefällt mir
    Wir müssen für einen attraktiven Wohnraum sorgen
      Eine Annäherung von Fachkräften an unsere Region - egal ob Rückkehrer, Hiergebliebene oder Neubürger - könnte ich mir gut über die digitalen Welt vorstellen. Natürlich muss man dann aber dort auch als Region, Arbeitgeber, etc. präsent sein und es kommt, wie immer, auf die "Qualität" der Informationen an. Ein zentrales Portal wäre vielleicht hilfreich, wenn man dort leicht Informationen einstellen kann, es immer aktuell ist und auch wirklich lebt (genutzt wird) ... und am schönsten wäre es, wenn man auf Fragen schnell eine Antwort bekommen würde ;)
        Bevor man über Fachkräftemangel jammert und mit aufwändigen Kampagnen versucht, Fachkräfte anderswo anzuwerben, sollte man erstmal versuchen, Frauen, auch wenn diese nun mal Kinder bekommen, im Betrieb zu halten und somit auch deren Fachwissen. Leider habe ich nach der Geburt meines ersten Kindes die Erfahrung gemacht, dass ich mit einem Aufhebungsvertrag quasi "entsorgt" wurde. Solche Arbeitgeber brauchen sich dann aber über Fachkräftemangel nicht zu beklagen! Um Fachkräfte langfristig im Betrieb zu halten ist neben regelmäßigen Fortbildungen und flexibleren Arbeitszeiten auch eine angemessene Bezahlung wichtig , so dass man sich nicht irgendwann fragt, wofür man überhaupt einen Beruf gelernt hat, wenn man in Jobs, für die man gar keine Ausbildung braucht, oft schon mehr bekommt. Aus meiner persönlichen Erfahrung als Mutter von 2 Kindern mit 15 Jahren Altersunterschied kann ich sagen, dass sich in den letzten Jahren insbesondere beim Ausbau der Kindertagesbetreuung schon viel getan hat. Allerdings bin ich es inzwischen leid, mich ständig dafür rechtfertigen zu müssen, dass ich als Mutter überhaupt arbeiten gehe und mein Kind in die Krippe gebe. Würde ich ein paar Kilometer weiter in Sachsen oder Thüringen leben, wäre das wohl kein Thema. Hier muss bei uns in der Region noch ein Umdenken erfolgen! Bereits vor einigen Jahren, als ich für die Betreuung meiner großen Tochter zeitweise eine Tagesmutter hatte, die mir über das Jugendamt vermittelt wurde, hat mir die damalige Sachbearbeiterin gesagt, dass wir es uns volkswirtschaftlich überhaupt nicht leisten können, dass gut ausgebildete Frauen mangels geeigneter Kinderbetreuungsmöglichkeiten zu Hause sitzen und ihren Beruf nicht ausüben können. Es wäre schön, wenn das dann auch endlich mal in den Köpfen ankommt.
        • 3 gefällt mir
        Profil von Marc Vogtmann
        Gepostet von:Marc Vogtmann
        vor 6 Jahren
        1. Gemeinsame Karriereplattform der regionalen Unternehmen - Budget von allen beteiligten Firmen für Werbemaßnahmen - Regelmäßige Aktualisierung - Regelmäßiger Austausch zwischen HR-Abteilungen der Unternehmen 2. Sich mehr anstrengen und Anreize setzen - Kompetitive Gehälter anbieten (Gutes Personal kostet Geld) - Mehr in fachliche Weiterbildung der Mitarbeiter investieren (bestehendes Know-How ausbauen) - Unterstützung bei Wohnungs- und Haussuche - Investitionen in neuen Wohnraum oder Sanierung von bestehenden Wohnraum - Mehr Anreize setzen für Unternehmen und Eigentümer in Wohnraum zu investieren 3. Trainee Angebote für Studenten und Absolventen - Während des Studiums oder am Ende des Studiums alternative Einstiegsmöglichkeiten zur Festanstellung bieten - Job-Rotation im Unternehmen und besseres Kennenlernen der Firma - Danach in feste Position wechseln, welche für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen von Vorteil ist - Studenten während Praktika gezielt Einstiegsmöglichkeiten aufzeigen - Absolventen mit regionalen Hintergrund und guter Ausbildung frühzeitig binden und halten 4. Mehr Austausch und hinter dem Horizont schauen - Austausch mit anderen Regionen (z.B. Cham), welche den Strukturwandel erfolgreich bewältigt haben - Austausch mit Unternehmen in Ballungszentren zur Mitarbeitergewinnung (Wie können diese unabhängig vom Standort gefragte Mitarbeiter gewinnen?) 5. Investitionen in Elektrotechnik- und Informatikausbildung - Fakultäten z.B. in Hof und Bayreuth ausbauen und mit Drittmitteln unterstützen - EDV Schule Wiesau weiter stärken und bekannter machen. Z.b. in Kombination mit dualen Studium oder Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter. - Enge Bindung zwischen regionalen Firmen und Hochschulen in diesem Bereich - In den regionalen Schulen eine Brücke zu schlagen, um diese Fachbereiche attraktiver zu machen (Einstieg ins Programmieren, Versuche mit Schaltungen, Smartphone als Mikrocomputer verstehen, etc...) - Aufzeigen, welche Signifikanz Software-Entwickler, Informatiker und Elektrotechniker bereits jetzt und in Zukunft in Unternehmen haben 6. Anreize für Unternehmen setzen sich in der Region anzusiedeln - Von Fehlern in der Vergangenheit lernen (BMW-Standort Hof, Verhinderung Ansiedlung Schaeffler, Mono-Industrie, etc...) - Kontakt mit Mittelständischen Unternehmen aufnehmen, um hier zu investieren - Gründungszentren (z.B. Einstein in Hof) weiter ausbauen und Angebot an Gewerbe- und Büroflächen für Firmengründungen erweitern
        • 6 gefällt mir
        Auch wenn wir es schaffen sollten, beim ÖPNV, beim Handynetz und im Gesundheitswesen Verbesserungen zu erreichen, werden "günstiger Wohnraum" und "schöne Landschaft" langfristig als Argumente nicht ausreichen, um Menschen zu überzeugen, zu uns ins Fichtelgebirge zu ziehen. Das fängt schon beim Lohngefälle an. Auch wenn analog zu den niedrigeren Gehältern natürlich die Wohnkosten ebenfalls niedriger sind, so bedeutet das letztendlich auch weniger Rente! Mit dem, was man hier durchschnittlich verdient, bekommt man in der Rentenversicherung noch nicht einmal einen vollen Entgeltpunkt pro Jahr! Ich selbst hatte letztes Jahr einen Termin bei der Rentenberatung und auf meine Frage, was ich sinnvollerweise noch tun könnte, wurde mir nahe gelegt, ich solle doch einfach in eine Stadt ziehen, wo auch ich als Frau mehr verdiene! Ein anderer Aspekt ist, dass auf dem Dorf, halt auf alles immer sofort geachtet und auch alles direkt beredet wird. Das muss man dann halt auch mögen! Manche ziehen da vielleicht die Anonymität einer Großstadt dem Landleben durchaus vor.
          Profil von Luise Dörsch
          Gepostet von:Luise Dörsch
          vor 6 Jahren
          Das eigentliche Problem liegt doch nicht darin, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der es fast jedem ermöglicht wird, sein Abitur zu machen und studieren zu gehen. Wir haben genug freie Lehrstellen im Handwerk oder auch in der Pflege, mit denen man sich seine Fachkräfte selbst ziehen kann. Man müsste es nur an die Jugendlichen bringen, dass auch in diesen Berufen Chancen liegen, um sein Geld zu verdienen. Die Wirtschaft funktioniert nicht mehr auf Dauer, wenn für die "Drecksarbeit" ausländische Personen angeheuert werden. Das zeigt uns doch diese Pandemie ganz deutlich, wenn es auf Baustellen nicht mehr weiter geht, weil die Arbeiter aus dem Ausland nicht zu uns einreisen dürfen. Man sollte die handwerklichen und sozialen Berufe mehr ins Bewusstsein der Schüler rücken und ihnen so die Vielfältigkeit zeigen, die unser Arbeitsmarkt hier in der Region bietet. Natürlich gibt es in den Schulen Berufsinformationstage, aber dort treten meistens die Großen aus der Industrie oder vom Staat auf und legen gleich die Zahlen vor, was man in den Lehrjahren verdient. Da kann das Handwerk natürlich niemals mit halten. Man sollte bei der Verteilung evtl. darauf achten, dass man auch für die Pflege oder das Handwerk werben kann.
          • 4 gefällt mir
          Ich selbst habe in Bayreuth einen Master in Physik gemacht - anschließend wurde habe ich trotz guter Noten, Ehrenamtlicher Tätigkeit in der Feuerwehr und lückenlosen Lebenslauf über 9 Monate nach eine Anstellung in der Region gesucht. Nur durch Zufall und Bekannte habe ich schließlich in Selb eine Anstellung gefunden. Wir sind offenbar gut darin zu jammern, dass niemand herkommen will, aber selbst für die hier geborenen ist es schwer etwas zu finden. Eine Schwierigkeit für Unternehmen sehe ich darin, dass es einfach viele "hidden champions" und Mittelständler sind und kein Daimler oder Audi. Eine zentrales Register mit Stellenangeboten, Firmenpräsentationen und Bewerberportal könnte hier hilfreich sein. Viele einheimische kennen Firmen wie Vishay, Scherdel oder Rapa nicht, oder nicht nach welchen Bewerbern diese suchen könnten. Wie soll das dann jemand von woanders wissen.
          • 6 gefällt mir

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