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Welchen Stellenwert besitzt das Thema Hochschulbildung für Dich?

Von "Bildung"

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Du bist Student oder möchtest es gern werden? Du möchtest gern in Deiner Heimat studieren? Wir konnten bereits einen Studiengang bei uns im Landkreis gewinnen und möchten unser Angebot gern diesbezüglich weiter ausbauen.

Welchen Stellenwert besitzt das Thema Hochschulbildung für Dich? Welche Chancen siehst Du? Was sind aus Deiner Sicht Herausforderungen?

Kommentare(13)

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Profil von Angela Gronau
Gepostet von:Angela Gronau
vor 6 Jahren
Hochschulen sind auch im Landkreis Wunsiedel wichtig. Vor allem in den größten Städten Marktredwitz und Selb. Es bringt junge Leute her bzw. einheimische bleiben mehr da. Wir haben so viele gute Firmen in Landkreis, da finden Studierende danach auch bestimmt Arbeitsplätze. Selbstverständlich kann man in der Provinz nicht alle ansprechen, aber es gibt bestimmt junge Leute, die gerne in unserer schönen Region bleiben würden. Unsere Wohnungsmiet- und Immobilienpreise sind bezahlbar, im Gegensatz zu den Großstädten!
    Sehr wichtig, aber mit kreativen, innovativen Ansetzen.
      Als Lehrer wird mir ständig vor Augen geführt, dass unsere Schüler hier eine schweren Standortnachteil haben. Eine Zusammenarbeit mit einer Universität ist nur sehr schwer möglich und kostet enorm viel Zeit. Der Zugang zu einer Universitätsbibliothek für Seminararbeiten etc. fehlt unseren Schülern. Für die Teilnahme an Wettbewerben haben wir zum Glück viele Kontakte zu ansäßigen Firmen, doch Unterstützungsangebote seitens Universitätslaboren können unsere Schüler kaum wahrnehmen.
      • 2 gefällt mir
      Profil von Lasse Becker
      Gepostet von:Lasse Becker
      vor 6 Jahren
      Was uns als Unternehmen mit Standorten in Hessen und NRW auffällt, dass es im Fichtelgebirge fehlt, ist ein dezentrales Angebot für Hochschulen. Nach dem Vorbild der Technischen Hochschule Mittelhessen, sollte man sich in Hof endlich öffnen und auch z.B. Angebote in Selb, Marktredwitz oder Wunsiedel schaffen, die diesen Namen verdienen.
      • 2 gefällt mir
      Profil von Ilona Scherm
      Gepostet von:Ilona Scherm
      vor 6 Jahren
      Die Oberpfalz und Niederbayern haben es vorgemacht: Forschungscampi in kleineren Orten in peripherer Lage bringen qualifizierte Arbeitsplätze und den Hochschulabsolventen eine Chance der Rückkehr - Brain drain gestoppt. Sicher wäre eine vernünftige Anbindung an den ÖPNV eine Grundvoraussetzung, dass wissenschaftliches Personal, das in Weiden, Hof, Bayreuth, Plauen... arbeitet, trotzdem im Fichtelgebirge wohnen und das soziale und kulturelle Leben dort mitgestalten kann.
      • 1 gefällt mir
      Profil von Hans Wurst
      Gepostet von:Hans Wurst
      vor 6 Jahren
      Wir haben in diesem Land bereits eine sehr große Auswahl an Hochschulen und Universitäten. Unabhängig, ob das Fichtelgebirge ein "Kaff" ist, der ÖPNV zu wünschen übrig lässt oder sonst irgendwelche Ideen über die Einrichtung von Studiengängen in der Region diskutiert werden. Entscheidend für den Faktor, dass junge Leute in der Region bleiben - nach dem Studium zurück kehren, oder sogar hier grüden, ist doch auch die Perspektive im sozialem Bereich. Im Beruflichem hat das Fichtelgebirge durchaus sehr attraktive Unternehmen, Gewerbeparks usw. Ich bin mir sogar sehr sicher, dass auch junge Leute nicht nur das Vergnügen, den Genuss und die Liebe suchen, sondern darüber hinaus auch gerne kulturelle Zusammenkünfte und fachspezifische Kontake, außerhalb der digitalen Welt suchen. Hier ist allgemein der ländliche Bereich sehr weit von den größeren Ballungszentren abgehängt. Dies bedeutet auch keinesfalls, dass die "Szene der Stadt" einfach in den ländlchen Bereich zu kopieren ist. Aber Mal einen Blick aus der Perspektive eines Studenten, der seine Hochschulreife an der BOS Marktredwitz nachgeholt hat. Vom Kindergartenalter an trifft man in den keinsten Orten und Städten auf "Gleichgesinnte", dies zeigt auch Kontinuität bis zur Berufsausbildung, sofern in der Region die Berufsschule ist, die man besucht. Auch in meinem Fall war das Jahr an der BOS, in Marktredwitz, sehr stark in der Region verankert. Man trifft sich tagsüber, redet, hilft sich gegenseitig usw. Spätestens mit dem Eintritt in ein Studium wird einem aber die ländlche Region fremd. In den meisten Vereinen ist die Generation zwischen 20 und 30 mäßig vertreten. Kommt man an Weihnachten oder Ostern bei der Kneipe um die Ecke oder der Disko der Region zusammen, man (er)kennt sich schon wieder, aber genaueres erfährt man hier aber nicht wieder voneinander. Fragwürdig, ob es hier helfen würde, ähnliche Freiräume wie kulturelle Zusammenkünfte in der Region, die sich durchaus kostentechnisch decken können, zu erfinden, wobei hier das Alter der teilnehmenden eine untergeordnete Rolle spielt. Dass die Stadt Wunsiedel hierbei beispielsweise nicht den Chaos Communication Congress kopieren kann ist logisch. Aber im Landkreis Wunsiedel finden sich garantiert mehr als 100 vielleicht sogar einsame Informationstechniker die sich liebend gerne auf einem Stammtisch zweimal im Jahr gegenseitig inspirieren lassen würden, regionale Kontakte knüpfen oder sich einfach den Nachmittagsplausch des Gegenübers anhören, würde ich nicht vollkommen ausschließen. Medial wurde das Thema auch schon sehr oft und breit als die "Anonymisierung des Landlebens" diskutiert. Das Leben in der Provinz ist sogar auch dadurch interessant, dass es mehr Eigeninitiative fordert, in kleineren Strukturen abläuft, und daher auch etwas unbequemer ist, als in einem Ballungszentrum auf das nächste Event des Eigeninteresses, um die Ecke zu taumeln. In der Region ist durchaus bereits nutzbare Infrastruktur vorhanden, so habe ich beispielsweise, wenn ich auf physische Medien zurückgreifen musste, für Recherchezwecke oder Berichte, mir von der Stadtbücherei MAK Aufsätze und wissenschaftl. Texte für 2,50 Euro/Stück bestellen lassen, was bisher reibungslos und unkompliziert klappte. Wenn man gerade nicht am Hochschulstandort ist, eine echte Erleichterung, um an Fachliteratur zu kommen, die online nicht abrufbar ist. Würde man neue Ideen finden, wie man fachliche Vernetzung in der Region voranbringen könnte, so wäre dies auch vielleicht ein Innovationsmotor, den es noch anzuschmeißen gilt. Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass sich die Produktivität massiv steigert, sobald man gute Zusammenarbeit realisiert.
      • 1 gefällt mir
      Um die Menschen nach dem Studium in der Region zu halten oder zu Animieren, nach Wunsiedel zu ziehen, wäre es sinnvoll, die Sichtbarkeit der heimischen Unternehmen auf Kontaktmessen zu erhöhen. Viele Menschen der Region studieren nicht Hof oder Bayreuth. Hier wäre es sinnvoll, wenn sich die Unternehmen auch auf etwas weiter entfernten Kontaktmessen präsentieren, um denen, die für das Studium weggezogen sind, eine Perspektive in der Heimat zu zeigen.
      • 1 gefällt mir
      Unter dem Projekt-Punkt "Ehrenamt" identifizieren eine Kommentatoren, dass Jugendliche, wegen eines Studiums wegziehen, und sich deswegen nicht hier engagieren können. Ich muss den Kommentar von Herrn Lippert zustimmen, denn die Hochschulen in Hof, Münchberg, Bayreuth und Weiden ausreichend für viele Studiengänge. Viel wichtiger wäre eine vernünftige und bezahlbare Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Für den Weg von Marktredwitz nach Kirchenlaibach waren vor ca 6 Jahren schon über 100€ monatlich mit dem Zug zu bezahlen. Ein günstiges Studententicket wäre eine Möglichkeit, die Studierenden in Region zu behalten.
      • 1 gefällt mir
      Ich finde dass in unserem Landkreis eine Hochschule bzw. Fachhochschule zwingend erforderlich ist. Dies ist für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung unserer Region ein wichtiger Mosaikstein. Dies zeigt z.B. das Beispiel Deggendorf. Eine Hochschule ist imagefördernd und bindet junge Leute in der Region. Die Fachrichtung sollte in Zukunftstechnologien (z.B. IT, Erneuerbare Energien, Wasserstoff usw.) gehen.
      • 4 gefällt mir
      Jetzt mal ehrlich, was wollen wir hier in der Ecke mit einer Hochschule? Deutschlandweit wird Bayreuth schon als Kaff gesehen und die Studenten dort bemitleiden (obwohl's dort wirklich schön war). In Bayreuth gibt's aber diesen ominösen ÖPNV, der den mittelmäßig betrunkenen Studenten zumindest am nächsten Morgen nach Hause bringt. Was machen wir mit den Jungs und Mädels, die irgendwo am Dorf eine günstige Wohnung finden? Wollen wir uns nicht auf die wichtigeren Dinge konzentrieren und den Schmarrn sein lassen?
        Profil von Jörg Gulden
        Gepostet von:Jörg Gulden
        vor 6 Jahren
        @Sebastian Lippert Wieso Ecke, wieso Kaff ? Wir sind nicht mehr in der Zeit des kalten Krieges, haben unter normalen Umständen in alle Richtungen Möglichkeiten, von denen wir auch profitieren. Wie wer was sieht ist immer individuell! Nicht Trübsal blasen, weil andere angeblich was sehen..., Anpacken und die Chancen nutzen! Dazu gehört auch die junge Bevölkerung, die leider mehr und mehr abwandert. Gerade solche schulischen Einrichtungen in Zusammenarbeit mit der Industrie, können viele in die Region bringen, und für etwas mehr Leben in den Städten sorgen. Und - was sind denn wichtigere Dinge als Schule und Bildung ???
          Profil von Liane Bauer
          Gepostet von:Liane Bauer
          vor 6 Jahren
          @Sebastian Lippert Ich finde Hochschulen extrem wichtig. Vermutlich brauchen wir keine in Wunsiedel, Selb oder Marktredwitz aber Verbindungen zu den bestehehenden Hochschulen muessen wesentlich besser werden. Studenten bringen Leben, neue Ideen, Weltoffenheit, kritisisches Denken, Diskussionen, Demonstrationen...alles was eine aktive Gesellschaft besser macht. Genauso sollte das Ausbildungsnetz gestaerkt und gefoerdert werden. Azubis und spaeter gut ausgebildete Fachkraefte und Handwerker sind enorm wichtig um Menschen die sich hier niederlassen und bauen wollen anzuziehen aber auch um das Fichtelgebirge zu einem Standort mit hoher Fachkompetenz zu entwickeln. Wie immer ist Vielfalt das Zauberwort. Jeder, der was leisten kann und will ist willkommen. Junge Mensche sind extrem wichtig und diese zu halten und anzuziehen muss eine der hoechsten Prioritaeten sein. Gute Bildungsmoeglichkeiten in alle Richtungen sind unentbehrlich.
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          Profil von Ilona Scherm
          Gepostet von:Ilona Scherm
          vor 6 Jahren
          @Liane Bauer da gebe ich vollkommen recht. Ein bißchen mehr Weltoffenheit könnte manchmal nicht schaden. Und studentische Ideen, sei es im technischen, wirtschaftlichen oder sozialen Bereich, bringen die heimische Wirtschaft und Kulturszene voran. Also: wie kriegen wir die Studierenden in ihrer Freizeit ins Fichtelgebirge? wie zum Engagement ins Ehrenamt? und wie können wir junge Akademiker_innen binden? Ich bin - auch aus beruflichen Gründen - ein großer Fan des Dualen Studiums (geworden). Dadurch können Betriebe ihren Nachwuchs an Führungskräften selbst steuern.
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