Wie können wir unsere Landschaft noch besser nutzen?
Von "Natur und Landwirtschaft"
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Die Natur ist eines der Alleinstellungsmerkmale unserer Region. Sie stellt die Grundlage für die Wirtschaft, die Identität und zur Erholung dar. Wir müssen jedoch darauf achten diese Merkmale nachhaltig zu nutzen, um auch in Zukunft hiervon profitieren zu können.
Welche Chancen können wir nutzen, um die gegebenen Ressourcen noch besser zu nutzen, ohne sie zu zerstören?
Kommentare(18)
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Profil von Regina Thiem
Gepostet von:Regina Thiem
vor 6 Jahren
Das von Herrn Kreipe erwähnte " Abrasieren" an Straßenrändern und die Misshandlung der Natur durch den fatalen "Ordnungssinn" in den meisten Kommunen und Gärten lässt mir schon seit Jahren das Herz bluten.
Dringend bedarf es hier eines Umdenkens seitens der Verantwortlichen, das auch am Straßenrand konkret sichbar wird. Denn wie können wir von Landwirten Verbesserungen im Umwelt- und Artenschutz verlangen, wenn wir nicht einmal bereit sind, auf unseren spießigen Ordnungssinn zu verzichten. Wie wäre es mit Begehungen der Naturschutzbehörden in den öffentlichen Anlagen der Gemeinden und der Beratung der örtlich verantwortlichen Bauhöfe, ggf. unter Beteiligung interessierter Bürger oder Vereine, die die Betreung der renaturierten Flächen übernehmen könnten?
Profil von Christian Kreipe
Gepostet von:Christian Kreipe
vor 6 Jahren
@Regina Thiem Ein Arbeitskreis blühendes Fichtelgebirge versucht das seit zwei Jahren. Leider sind in den Gemeinden aber oft bei den Bürgern und verantwortlichen falsche Bilder der Ordnung vorhanden. Wir werden immer die Sicherheitsbereiche Bankett und Sichtbereiche im Juni mähen müssen aber alles was darüber hinaus geht ist kopflose Naturzerstörung. Beispiel die Kreisel der A93 bei Marktredwitz. Das widerspricht den Richtlinien für den Straßendienst für Grünflächen und dem Bundesnaturschutzgesetz §39.
es ist notwendig immer wieder die bauhöfe an ihre Pflicht die Natur zuschonen zu erinnern. Rühren sie sich wenn nach Ihrer meinung zuvielgemäht wurden. Die sauberkeitsfans machen auch Druck dassendlich gemäht werden muss.
Profil von Hermann Ondruschka
Gepostet von:Hermann Ondruschka
vor 6 Jahren
Ein schlechtes Beispiel sind, nach meiner Meinung auch die Photovoltaik Felder, die zwar CO2 neutrale Energie produzieren, ab doch auch sehr viel Fläche benötigen. Zukünftig könnte man die Dächer von Gebäuden vorrangig von Industriegebäuden und Einkaufsmärkten generell verpflichtend mit Photovoltaikanlagen belegen. Damit wäre der Natur und den Menschen geholfen und die verbrauchten Flächen doppelt genutzt.
Profil von Johanna Marx
Gepostet von:Johanna Marx
vor 6 Jahren
Um unser schönes Fichtelgebirge inklusive der Naturschätze zu erhalten, sehe ich viel Potential in der Stadt- und Flächenplanung. Bereits bestehende versiegelte Fläche nutzen und Zersiedlung im Stadtgebiet verhindern. Das Aufwerten von bestehenden, menschlich genutzten Flächen dem Neubau bevorzugen. Hierfür müssten mehr Anreize geschaffen werden - so kann Fläche (egal ob für die Natur oder für den Menschen) effektiv genutzt werden.
Profil von Hermann Ondruschka
Gepostet von:Hermann Ondruschka
vor 6 Jahren
Da kann ich Ihnen zu 100% zustimmen.
Wir stellen bei der Firma ITW in Selb gerade unsere wenigen Grünflächen auf nachhaltige naturnahe Pflege um. Das beinhaltet Todholzplätze, Sickerwassergruben als kleine Feuchtgebiete und Blühbereiche mit heimischen Blumen.
Das macht richtig Spaß zu sehen, wie sich das Bild verändert. Die Kosten dafür sind auf Dauer sogar geringer, als acht mal Grasmähen im Jahr.
Das Highlight ist ein kleines Vorkommen von Schachbrettfaltern auf unserem Gelände, der in Bayern sehr selten ist.
Profil von Christian Kreipe
Gepostet von:Christian Kreipe
vor 6 Jahren
Viele meinen die Natur im Fichtelgebirge zu schützen. Vielen fehlt aber das Wissen was schützenswert ist und wie wir durch unser Handeln zum Artensterben beitragen. Viele Zusammenhänge für den Artenschutz sind kaum jemanden bewusst. Warum werden Werbefilme für Mountainbike gemacht wo Radler über Blockhalden fährt. Es wird überall gemäht, gemulcht und Sträucher kaputt geschnitten weil es so ordentlich ist. Die Artenvielfalt wird mit vielen kleinen Maßnahmen beeinträchtigt. Alle rotierende Maschinen zerschlagen die Pflanzen mit den anhaftenden Insekten. Viele Schmetterlinge brauchen nicht nur Blüten sondern Überwinterungsflächen für Ihre Eier oder Puppen. Blühflächen die jährlich gemulcht werden tragen nicht wirklich zum Artenschutz bei. Bei vielen Maßnahmen geht es nicht um Artenschutz sondern wie kann ich dr Natur meinen Stempel aufdrücken. Sie sind nur etwas für das menschliche Auge. es muss eine breite Bildungsinative für mehr Naturschutzwissen geben.
Es wäre notwendig eine Datenbank für Naturschutzwissen für das Fichtelgebirge aufzubauen und allgemein zugänglich zumachen. Die Webseite vom BN Wunsiedelhttps://wunsiedel.bund-naturschutz.de/fauna-flora-des-fichtelgebirges.html ist eine gute Grundlage.
Wir brauchen undbedingt eine Bildungssinativefür mehr Wissen und Verständnis für einen wirklichen Schutz der Natur. Dazu tragen kaputt gemähte und kaputtgestutze Ausssenanlagen von Schulen sicher nicht bei. Fahren sie mal rum und schauen sie wo noch Gehölze in einer natürlichen Form auf Schulgeländen oder Kindergarten wachsen.
Profil von Oliver Grimm
Gepostet von:Oliver Grimm
vor 6 Jahren
Der Ansatz von Martin Krasser gefällt mir sehr gut.
Ich möchte mal weiterdenken.
Warum nicht einen zentralen Ort(Supermarkt der heimatlichen Genüsse) schaffen an dem ich die ganze Vielfalt an im Fichtelgebirge erzeugten Lebensmittel kaufen kann.
Vom Gemüse über Milch, Butter, Eier, Schwein, Rind, Wild bis hin zum Eingemachten nach Grossmutterart.
Wobei es mir erstmal egal ist ob Bio oder konventionell erzeugt.
Kann man ja kennzeichnen und dann je nach Geldbeutel entscheiden.
Der Vorteil eines zentralen Ortes liegt für den Verbraucher darin das er nicht, und da wieder mit dem Auto, 40,50 oder mehr Kilometer fahren muß um in Stemmas die Kartoffeln, in Weißenstadt das Biohuhn und in Wunsiedel das ordentlich erzeugte Fleisch zu kaufen.
Eventuell würde ein solcher Ort auch die Kreativität mancher Landwirte befeuern.
Da war doch mal was das früher gemacht wurde, könnte doch jetzt auch wieder gehen. Stichwort Butter oder Gselchtes.
Ich glaube die Landwirte und Landfrauen haben ein unerschöpfliches altes Wissen das für neue Gaumenfreuden bei einer breiteren Verbraucherbasis sorgen könnte.
Synergien ohne Ende, Nageler Kräuterfrauen, Mittag im Markt mit nur heimisch erzeugten Lebensmitteln, Live-cooking, altes Wissen und Rezepte weitergeben usw................................................
Ach ja,ich bin kein Landwirt, nur Verbraucher der der Globalisierung skeptisch gegenüber steht.
Die Auswirkungen sieht man ja grad überdeutlich.
Ich kaufe auch oft, zu oft im normalen Supermarkt vor Ort ein. Das dann wenigstens möglichst oft mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto.
Der CO2 Fussabdruck lässt grüßen und die Abwägung zwischen was ist falsch und was ist richtig fällt da oft schwer.
Ansonsten gilt, super Aktion und ich hoffe das viel angestoßen wird.
Werde mich auch noch zu anderen Themen melden und meinen Senf dazugeben:-)
Profil von Anneliese Schade SelbKultur e.V.
Gepostet von:Anneliese Schade SelbKultur e.V.
vor 6 Jahren
@Oliver Grimm
Ein solcher "Regionalmarkt" könnte nicht nur der Vermarktung regionaler Produkte dienen, sondern sich auch zu einem touristischen Anziehungspunkt entwickeln. Voraussetzung ist ein Zusammenschluss begeisterter "Macher" oder eine Person, die sich traut, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen. Meiner Meinung nach wäre jetzt ein guter Zeitpunkt dafür, denn die Wertschätzung für regionale Produkte scheint zuzunehmen in Krisenzeiten.
Profil von Oliver Grimm
Gepostet von:Oliver Grimm
vor 6 Jahren
@Anneliese Schade SelbKultur e.V.
Stimmt genau, würde ganz viele positive Sachen nach sich ziehen.
Plastikvermeidung, Tourismus, Wertschätzung der Produkte und ihrer Macher und wahrscheinlich noch viele andere Sachen die man vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hat.
Man kommt erst drauf wenn sich Leute mit Visionen zusammentun, miteinander reden, dann werden aus Utopien mit ein bisschen Glück reale Projekte.
Nach dem Motto"ach ich kenn da jemanden...
Gruß nach Selb
Profil von Hermann Ondruschka
Gepostet von:Hermann Ondruschka
vor 6 Jahren
Ja klar, dazu gibt es bereits sehr gute Beispiele. (Berchtesgadener Milch)
Auch der Harz wirbt mit Produkten aus dem Nationalpark. Solche Produkte sind auch ein Muss für den Tourismus.
Im Schnittpunkt zwischen Elster- und Erzgebirge im Osten, Oberpfälzer und Bayerischer Wald im Süden und Franken und Thüringer Wald im Westen, hat das Fichtelgebirge im Bezug auf dem Naturschutz eine ganz besondere Rolle in Form einer natürliche Brücke zwischen sämtlichen aufgeführten Mittelgebirgen.
Profil von Matthias Henneberger
Gepostet von:Matthias Henneberger
vor 6 Jahren
Die regionale und ökologische Erzeugung von Lebensmitteln und die regionale Vermarktung finde ich sehr gut, sowohl für uns Heimische als auch für unsere Urlaubsgäste, und auch weil so Transportwege vermieden werden, was ja auch gut für unser Klima ist. Ein ansprechendes Vermarktungslogo für regionale Produkte aus unserem Fichtelgebirge und ein Slogan mit Bezug zu unserer Region ist hierbei auch sinnvoll. Wenn wir vielleicht mal wirlich ein Nationalpark werden, dann gibt es hierfür weitere positive Zusatzeffekte ... :-)
Profil von Martin Krasser
Gepostet von:Martin Krasser
vor 6 Jahren
Als Familienbetrieb in der 5. Generation und einer der letzten hauseigenen Schlachtbetriebe mit BIO-Zertifizierung empfinden wir eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Kunden und der Umwelt.
Ich würde mir wünschen hier auch die "neue" Ökomodellregion mit ins Boot zu holen um ein großes Netzwerk zu bilden und nicht viele kleine, um unsere hochwertigen Produkte hier wo sie hergestellt werden auch zu vermarkten und nicht hunderte Kilometer durch die Gegend zu fahren.
Ich könnte mir z.B. eine APP vorstellen die dies übernimmt. Wir sind hier gerade am arbeiten und evt. mit Unterstützung des LKR kann man zusammes etwas auf die Beine stellen.....
Regionale Versorgung mit Lebensmittel ist ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur und bringt in allen Bereichen Vorteile mit sich. Man Spart z.B eine Menge an Transport- sowie Verpackungskosten. Die Umwelt wird dadurch geschont, der Tiertransport so kurz wie möglich gehalten und alle wichtigen Ressourcen wie Kaufkraft, Energie, Arbeitskräfte, Umsatz, Steuern usw. bleiben in der Region. Das heißt Wertschöpfung par excellence!
Ein runder Tisch der Lebensmittelkette vom Landwirt über Metzger bis zum Gastronom/Einzelhändler/Verbraucher wäre gut... ;-)
Tolle Aktion!!! Weiter so, es geht nur vorwärts....
Profil von Hermann Ondruschka
Gepostet von:Hermann Ondruschka
vor 6 Jahren
Als Positivbeispiele sind der Harz, der Bayerische Wald und Berchtesgaden zu nennen. Dort spült auch der Tourismus ordentlich Geld in die Regionen. Man muss natürlich auch was dafür tun. Es lohnt sich auf jeden Fall. Man sieht es eigentlich am Bay. Wald am Besten. Vom Armenhaus Bayerns, zu einer Musterregion.
Vor allem aber für die Umwelt, wenn es im richtigen Maße gesteuert wird.
Profil von Smartes Fichtelgebirge
Gepostet von:Smartes Fichtelgebirge
vor 6 Jahren
@Hermann Ondruschka vielen Dank für all Deine Ideen. Wir freuen uns, dass der Austausch über unsere Natur & Landwirtschaft Fahrt aufnimmt und hoffen auf weitere Anregungen und Diskussionen.
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