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Wie können wir unsere Natur schützen, um die biologische Vielfalt zu erhalten?

Von "Natur und Landwirtschaft"

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Das Fichtelgebirge zeichnet sich v.a. durch die schöne Naturlandschaft aus. Wie können wir diese besser schützen, um die biologische Vielfalt unserer Lebensräume, Biotope und Arten zu erhalten?

Wenn es gewünscht ist, dass wir uns mit Beiträgen zum Artenschutz, oder Möglichkeiten von Förderungen für die Anlage von Streuobstwiesen, Hecken oder Blumenwiesen (hierunter verstehen wir Wiesen > 2.000 m²) einbringen, teil uns das bitte mit.

Kommentare(11)

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    Profil von Irene Geyer
    Gepostet von:Irene Geyer
    vor 6 Jahren
    Mit dem "Sanften Tourismus" kann und sollte das Fichtelgebirge punkten. Dazu gehört für mich, dass der Kornberg als Durchzugsgebiet für Wildtiere und naturnahen Wanderwege erhalten bleiben soll und nicht als zusätzlicher Mountainbiketrail ausgebaut wird mit der jetzt schon bestehenden Umweltzerstörung. Der Ochsenkopf ist doch nicht weit entfernt, hat opimale Zufahrten, Parkplätze etc. Sehr viele Menschen, sowohl Ältere als auch Junge und Familien mit Kindern schätzen unsere noch recht ursprüngliche Natur. Das wird in Zukunft sicher noch zunehmen. Dies hat in ähnlichen etwas vormals "abgehängten" Gebieten wie dem österreichischen Waldviertel zu einem Boom des naturnahen Tourismus geführt. Die Angebote von BN und LBV zu Exkursionen, Vogelstimmenwanderungen etc. sind hierzu sind schon da, könnten ggf. noch mehr ausgebaut und beworben werden. Als ausgebildete Kräuterführerin könnte ich mich hierbei gern beteiligen. Ich bin eine sogenannte "Rückkehrerin" ins Fichtelgebirge und habe mich jahrelang nach den dunklen Wäldern, Wiesen, Teichen und Bächen gesehnt. Leider erschreckt mich der Zustand des Waldes als Holzindustrie sehr. Schöne Wanderwege enden oft aprupt in einer Forststraße oder Harvesterschneise.
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    Der BN kämpft seit bestehen sehr hartnäckig für ein naturfreundliches Leben im Fichtelgebirge. Hoffentlich beteiligen sich noch mehr junge Leute an den Aktivitäten. Damit bei Planungen wie z.B. am Kornberg der Wert der Natur vor dem finanziellen Profit steht. Schließlich lebt auch unser Tourismus von einer schönen Landschaft.
    • 1 gefällt mir
    Hallo Matthias, es ist immer wieder erstaunlich wenn ich lese wie wenig der Öffentlichkeit bekannt ist, was Forstbehörden oder Naturschutzbehörden bereits tun. z.B. läuft der Waldumbau schon seit mehr als 20 Jahren. Allein der Forstbetrieb Selb hat in den letzten 10 Jahren fast 1000 ha Laubholz und Tanne in die Wälder des Fichtelgebirges eingebracht. Es wurden Moore wiedervernässt wie z.B. das Moor in der Torfmoorhölle oder in der Häuselloh bei Selb. Dort läuft zurzeit sogar ein Monitoring zur Wiedervernässung. Als BUND Naturschutz haben wir einen Gewässerentwicklungsplan für die Gewässer 3. Ordnung angestoßen. Leider haben es die betrooffenen Gemeinden trotz hoher Förderung mit der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie nicht sehr eilig. Zum Thema Hecken würde der BUND Naturschutz gerne eine Projektarbeit machen. Ich glaube da hat das Fichtelgebirge noch ein hohes Potenzial. Hier wäre eine Förderung sehr sinnvoll (UNB oder Bayerischer Naturschutzfond). "Fichtelgebirge für Macher" könnte sich auch mal für den Naturschutz engagieren! Ich hoffe insgeheim, dass unser neuer Landrat mit etwas mehr Esprit an die Angelegenheiten um den Naturschutz geht. Zum Thema Regionalität, empfehle ich unseren regionalen Einkaufsführer. Hier gibt es viele HInweise auf den regionalen Lebensmitteleinkauf und zwar nicht nur Bio :-) Auf unserer Homepage des BUND Naturschutz KG Wunsiedel finden Familien tolle HInweise auf Biotopstrukturen im Fichtelgebirge. Fast alle bedeutsamen TIere und Pflanzen sind dort zu finden. Es gibt kaum eine bessere Vorbereitung auf einen Naturspaziergang. Man muss es nur tun -----. Viele Tausend Stunden haben ehrenamtliche Mitarbeiter des BUND Naturschutz für den Erhalt unserer Fichtelgebirgsheimat in den letzten Jahren geleistet. Eine Arbeit die selten honoriert und nur wenig beachtet wird. Zum Glück berichtet die Frankenpost oft ausführlich über unsere Arbeit, sodass die Öffentlichkeit die Chance hat an unseren Themen teilzuhaben.
    • 3 gefällt mir
    Das Thema Natur-/ Artenschutz ist sehr wichtig (habe dazu bei beiden anderen Fragen und anderen Themenfeldern schon etwas geschrieben). Unsere wirklich schöne Landschaft und weitgehend intakte Natur sind unser größtes Kapital für unsere Zukunft und für einen „sanften Tourismus“. Wir sollten sie erhalten und die Artenvielfalt noch erhöhen. Hier möchte ich nochmal stichpunktartig meine Ideen zusammenfassen: - Waldumbau zu ökologisch wertvollen Mischwäldern - Zukunftswald anlegen (viele verschiedene Baumarten, um zu sehen wie sie auf den Klimawandel reagieren) - Moore und Sümpfe wiedervernässen - Bachläufe renaturieren - Neuanlage und Pflege von Biotopen (Hecken, Feuchtwiesen, Magerwiesen, Streuobstwiesen, …) - Blühstreifen und Blühwiesen - regionale Erzeugung und Vermarktung - umweltverträgliche gentechnikfreie nachhaltige Landwirtschaft. Alle, die auf diesen Gebieten tätig sind (Forst, Landwirte, Naturschutzverbände, Privatpersonen), sollten wir unterstützen und mehr fördern (auch finanziell). Wertvolle Biotope sollten wir ausschildern (ansprechend und aktivierend, ggf. mit „Erkundungsaufträgen“). Wie wär‘s mit einem „Biotop-Wanderweg“ zu verschiedenen Biotopen? Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und für Erholungssuchende (Tourismus) sollten wir immer wieder geführte Wanderungen und Führungen anbieten – gern: danach Einkehr in ein „Bauern-Café“ oder ein Gasthaus mit regionalen Spezialitäten ... :-)
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    Vielen Dank für Eure Einblicke und Vorschläge. Wir freuen uns auf weitere Ideen.
      Wünsche mir folgendes: Weniger Müllerzeugung (Leute informieren und motivieren, weniger Müll zu erzeugen) Besserer Mülltrennung und mehr Möglichkeiten des Recylings nach der Mülltrennung (Verwertungsanlagen ausbauen, Recyclingunternehmen aufbauen) Die gelben Container für Verpackungsmaterialien werden oft als Müllhalde benutzt. Das stört mich. Hier ist mir aber noch kein Lösungsvorschlag eingefallen, da ich eine Überwachungskamera nicht für den richtigen Weg halte.
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      @Michael Sander Ja das stimmt, neben den gelben Containern für Verpackungsmüll steht und liegt oft Müll, wenn sie nicht rechtzeitig abgeholt wurden, und oft sind die Container vollgestopft. Das ist kein schönes Bild, auch nicht für die Gäste. Der Plastikmüll wird mit dem Wind weitergeweht und landet dann in der Natur. In Selb gibt es jedes Jahr im April die Aktion "Rama Dama", wo Vereine und Privatpersonen bestimmte Gebiete (Wege/ Flächen) zugewiesen bekommen, und dort (Plastik-)Müll aufsammeln. Dies wird vom Selber Rathaus bzw. vom Bauhof koordiniert und ist eine sehr gute Sache, auch sozial (Gemeinschaftsgefühl, was Gutes tun, ...). Ich möchte anregen, dass so eine jährliche Aktion in allen Gemeinden stattfinden sollte. Nochmal zu den Plastik-Containern - es soll ja von 2021 an die gelbe Tonne in jeden Haushalt kommen, und ich hoffe, dass dann nicht mehr so viel Plastimüll herum(f)liegt. Unabhängig davon - sollten wir uns alle bemühen, weniger Plastik zu verbrauchen. Es gibt mehrere gute Ansätze, die wir unterstützen sollten (z. B. essbare Strohhalme, Papier- und Stofftüten statt Plastik, Papierteller/ -tassen statt Plastik, "Unverpackt"-Aktionen, ...).
        Darum sollte man sich selbstverständlich kümmern. Das Artensterben lechzt nach Möglichkeiten die Strukturen anzureichern. Dazu gehören Heckenbegründungen ebenso wie Blühflächen, Brachflächen oder Bachsanierungen. Aufgewertete Naturschutzlandschaften ziehen Besucher an und sind gut für die Seele. Naturschutz und Landwirtschaft sollten dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden. Der Naturschutz ist nicht der personifizierte Feind des Bauern. Das Grundproblem der industrialisierten Landwirtschaft sind die niedrigen Preise. Nur noch durch Massenproduktion können erträgliche Einkommen produziert werden. Der Drang nach immer größeren Flächen, nach mehr Mechanisierung und die damit einhergehende Verschuldung vieler Landwirte, zwingen zu immer rationelleren Produktionsmethoden. Die Technik macht´s möglich und so verschwindet der naturnah produzierende Landwirt, weil er bei den Preisen nicht mithalten kann. Wenn Nahrungsmittel weiterhin zu Billigstpreisen produziert werden müssen, wenn Milch nicht mehr kostet als ein Toilettengang an der Autobahnraststätte, dann stimmt was am System nicht. Natürlich hat auch der Verbraucher einen Anteil am schrägen System der Nahrungsmittelindustrie. Selbst wenn die Qualität im Discountermarkt nicht schlecht sein muss, sind die Produkte zu Billigstpreisen von den Produzenten eingekauft worden. Nur durch Großabnahme können diese billigen Preise gewährt werden. Der Teufelskreis fängt von vorne an. Regionale Einkäufe könnten etwas Abhilfe schaffen. Wochenmärkte, Dorfläden, Hofvermarktungen... Bequemlichkeiten müssen dazu allerdings überwunden werden und bekanntermaßen ist der innere Schweinehunfd besonders groß.
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        @Alfred Terporten-Löhner Leider leben wir in einer globalisierten Zeit. Wir können nicht das Fichtelgebirge unter Naturschutz stellen und dafür den Amazonas Regenwald abholzen.
          @Roland Gebhardt Ich weiß nicht wie Sie darauf kommen, dass ich das Fichtelgebirge unter Naturschutz stellen will. Mit dieser Argumentation wird jede Idee im Kern erstickt. Das ist für diesen Prozess nicht hilfreich. Man muss sich auch nicht mit jeden Status quo abfinden. Naturzerstörung findet allerdings global statt. Das ist richtig. Hier muss allerdings jeder vor seiner eigenen Haustür aufräumen. Wenn wir weniger Fleisch essen würden, könnten wir als Nebeneffekt vermutlich die Sojaproduktion drosseln und damit die Abholzung des Regenwald verlangsamen. Unser Globus ist nicht eindimensional, sondern wir leben in einem extrem komplexen System. Wir sollten den Naturschutz globalisieren!!! Sollten wir es nicht schaffen dem Naturschutz eine größere Aufmerksamkeit zu gewähren, werden unsere Lebensgrundlagen in ein paar Jahrzehnten aufgebraucht sein. Keiner will außerdem ein Reservat "Fichtelgebirge". Es wäre nur angemessen, wenn dem Naturschutz der gleiche Stellenwert beigemessen würde wie der Wirtschaftsförderung oder der Imagepflege.

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