Auswahl 1 - Sigmund Wann und die Zinnproduktion
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Bierkrug
Die Spitalordnung des Sigmund-Wann-Spital legte fest, was den 12 Brüdern täglich als Nahrung zur Verfügung stehen sollte. Dazu gehörte auch das im Spital selbst gebraute Dünnbier. Drei „Nössl“, also Krüge Bier, standen jedem der betagten Insassen täglich zu. Das Bier wurde in der Schwarzen Küche vom Brauknecht hergestellt und im nahen Bierkeller mit Eis aus dem zur Stiftung gehörenden Eisweiher Wunsiedel gelagert. Der Bierkrug aus einer Wunsiedler Zinngießerei trägt das Spitalsiegel auf dem Deckel eingraviert.

Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel, Zinnsammlung, Zinn, Bierkrug mit Deckel, um 1760
Präsentierplatte
Zinngeschirr dominierte bis in die Barockzeit die Haushalte von Adel und Bürgern. Sie dienten als Essgeschirr, zu Präsentationszwecken und waren im Gegensatz zu Keramik nicht zerbrechlich.
Die Große Platte diente im Sigmund-Wann-Spital zur Darreichung der Mahlzeiten für die Spitalbewohner. Neben den 12 Brüdern gab es noch 3 Priester, Spitalschwester, Brauknecht und weitere. Deswegen wurden überdimensional große Anreichplatten benötigt.

Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel, Zinnsammlung, Zinn, Präsentierplatte, 1730
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