Auswahl 5 - Königin Luise von Preußen und die Textilproduktion
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Klassizistisches Schnürmieder
Das Frauenmieder um 1800 besaß eine hochsitzende Taille. Das aus einem Seidengewebe mit eingewebten floralen Mustern gefertigte Mieder wurde über einem Unterkleid oder Hemd getragen. Es war vorne zu schnüren und konnte mit Schleifen an der Vorderseite, passend zur Garderobe, angepasst werden. Gefüttert ist es mit Leinen und hat im unteren Bereich Applikationen aus Chintz und eine ausgeprägte Schneppe im Rücken. Diese große Schneppe charakterisiert Frauenmieder aus dem Fichtelgebirge.

Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel, Textilsammlung, Seide, Schnürmieder um 1800, restauriert
Luisenfahne
Als Dank für die Einladung zum Ehrenschuss am 14. Juni 1805 ließ Königin Luise eine Fahne aus Seide mit Gold- und Silberstickerei im Fichtelgebirge anfertigen und überreichte diese mit einem Begleitschreiben vom 3.7.1805 der Priv. Schützengesellschaft Wunsiedel: „…Die hierbey überkommene Fahne wird die Erinnerung daran halten und ihnen ein Merkmal seyn von dem Wohlwollen ihrer gnädigen Königin…“.

Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel, Textilsammlung, Dauerleihgabe der Priv. Schützengesellschaft Wunsiedel, restauriert vom Fichtelgebirgsmuseum, gefördert durch die Oberfrankenstiftung, 1805
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